Mehrfachbelichtung Rumänische Erkundungen (2014)
Von: Bibliothek Greiz

Nancy Hünger und Marius Koity (v.l.)

Nancy Hünger und Marius Koity (v.l.)

Andreas Bernauer  (Vernissage)

Andreas Bernauer (Vernissage)

Nancy Hünger und Marius Koity (v.l.)

Nancy Hünger und Marius Koity (v.l.)

Mehrfachbelichtung - Rumänische Erkundungen - Lesung zur Vernissage

Mehr Foto-Impressionen

In dem Rumänien-Band „Mehrfachbelichtung“ sind zehn Künstler mit Essays, Lyrik, Prosa und literarischen Reportagen sowie der Fotograf Andreas Berner mit Siebenbürgen-Impressionen vertreten.

Der Band wurde herausgegeben von Lese-Zeichen e.V. Jena mit Unterstützung der Kulturstiftung Thüringen.

Zur Vernissage von Andreas Berner konnten wir  zwei Autoren aus dem Buch in der Greizer Bibliothek begrüßen.

Nancy Hünger studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. In der Edition Azur sind mehrere Bände von ihr erschienen, außerdem eine CD mit einer Auswahl an Gedichten. Sie hat zahlreiche Stipendien erhalten. Sie lebt als freie Autorin in Erfurt.

Marius Koity wurde 1966 in Großsanktnikolaus (Rumänien) geboren, 1987 bis 1992 Fernstudium der deutschen und rumänischen Sprache und Literatur an der Universität Bukarest, 1986 Adam-Müller-Guttenbrunn-Förderpreis und 1987 Adam-Müller-Guttenbrunn-Literaturpreis in Temeswar,1992 Einwanderung nach Deutschland, lebt seit 1994 in Gera und ist seit 1993 für die „Ostthüringer Zeitung“ tätig, Lokalredakteur in Greiz, 1996 Staatliche Prüfung für Übersetzer in Berlin

In Andreas Berners Atelier in Wurzbach  – ein eigenes Universum namens Hinterwælt – entstehen seit mehr als 20 Jahren Holzdrucke, Gemälde, Grafiken, bibliophile Bücher in Kleinstauflagen und großformatige Fotografien. In seiner Malerei reflektiert er – oft angeregt durch literarische oder biblische Texte – über große archaische Themen: Liebe, Tod, Freundschaft. Dabei setzt er auf eine allegorische Formensprache, die deutlich in den Avantgardeströmungen der klassischen Moderne wurzelt, im Kubismus und dem das Unbewusste erkundenden Surrealismus. Die kaleidoskopartig aufgesplitterte Vervielfältigung des Blicks sorgt dafür, dass man diese Bilder über lange Zeit betrachten kann, ohne jemals mit ihnen „fertig“ zu werden.

Besonders Rumänien hat Andreas Berner in der vergangenen Jahren zu zahlreichen Fotoreisen inspiriert: Empathisch, aber auch mit kühler Rationalität dokumentiert er die schwindende Kultur der Siebenbürger Sachsen und ihre dinglichen Repräsentanten: Märkte, Treppenhäuser, Bauernkaten, Kirchenburgen. Seine Porträts zeigen echte, unverstellte Menschen, die den Betrachter direkt anschauen und ihm ihre Geschichte erzählen – wenn man genau hinsieht.

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Februar 2014

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