Lutz Seiler – Konzert und Lyrik (14.11.2017, Bibliothek)
Von: Bibliothek Greiz

Lutz Seiler

Lutz Seiler – Konzert und Lyrik
Wortklang 2017

Lesereihe der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen – Thüringen, Lese_Zeichen e.V., der Sparkasse Gera-Greiz und in freundlicher Zusammenarbeit mit der Greizer Bibliothek

Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen geboren, heute lebt er in Wilhelmshorst bei Berlin und in Stockholm. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloss er ein Studium der Germanistik ab, seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. Er unternahm Reisen nach Zentralasien, Osteuropa und war Writer in Residence in der Villa Aurora in Los Angeles sowie Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis und 2014 den Deutschen Buchpreis.

Lutz Seiler erhält den Thüringer Literaturpreis 2017. Er wird für seinen Gedichtband "Pech & Blende" und seinen Roman "Kruso" geehrt. Die Auszeichnung wird an den Lyriker, Essayisten und Herausgeber am 21. September in Erfurt verliehen. Der Preis wird alle zwei Jahre an Schriftsteller vergeben, die eine enge Beziehung zu Thüringen haben.

Lutz Seiler liest aus „im felderlatein“, das heißt: im Acker einer Sprache sein, ein Streifzug zugleich durch die Legende einer Landschaft, wie sie zu Ohren kommt, beim Gehen, im Flüstern, beim Schweigen. Lutz Seilers neue Gedichte, entstanden zwischen 2004 und 2010, unternehmen Expeditionen ins Grenzland rund um Berlin, mitten in den »satzbau dieser gegend«, die gezeichnet ist vom Wechsel der Zeit.

Mit jedem Schritt auf diesem Weg erweist sich die musikalische Kraft der Gedichte – im felderlatein trifft Lutz Seiler den Ton für die ernsthaftesten Übertreibungen der Poesie: Für die wundersame Geschichte der »ersten zärtlichkeit«, geschehen zu einer Zeit, als die Schatten noch »kleine schwarze zahlungseinheiten« waren. Oder für die Odyssee der »fussinauten«, den Argonauten ebenbürtig an Treue und Beständigkeit. Und nicht zuletzt für die Geschichte der schönen, verstoßenen Aranka, die »aus den kniekehlen gesungen hat«. Legenden im felderlatein.

 Sie sind herzlich eingeladen!

 Foto: Jürgen Bauer

Seitenanfang