Michael Butter: Nichts ist, wie es scheint - Über Verschwörungstheorien (6.11.18, 19 Uhr Bibliothek)
Von: Bibliothe Greiz

Michael Butter: Nichts ist, wie es scheint - Über Verschwörungstheorien

Dienstag, 06. November 2018, ab 19:00 Uhr Bibliothek

Seit 2015 Hunderttausende Flüchtlinge in die Bundesrepublik kamen, kursiert im Netz die Theorie vom »Großen Austausch«: Das Land solle von einer globalen »Finanzoligarchie« mittels der »Migrationswaffe« ausgeschaltet werden. Neben mangelndem Vertrauen in die Politik ist der Glaube an Verschwörungstheorien ein Merkmal des populistischen Brodelns. Doch was macht eine Erklärung zu einer Verschwörungstheorie? Warum sind sie für viele so attraktiv? Und was kann man dagegen unternehmen?

Antworten auf solche Fragen findet man seltener als Verschwörungstheorien selbst. Michael Butter erläutert, wie solche Erzählungen funktionieren, wo sie herkommen und welche Auswirkungen sie haben können. Da sie die Eigenlogik sozialer Systeme unterschätzten, seien solche Theorien zwar immer falsch; als Symptom müsse man sie dennoch ernstnehmen. Gegenwärtig seien sie ein Indikator für die demokratiegefährdende Fragmentierung der Öffentlichkeit.

Aus dem Buch »Verschwörungstheorien füllen ein Sinndefizit auf. Sie sind auch eine Reaktion auf die Entzauberung der Welt.«

Pressestimmen »Michael Butter hat das erste gute Buch über Verschwörungstheorien geschrieben.»
Tobias Haberkorn, DIE ZEIT »Es ist ein Buch, das einsam leuchtet wie ein Chemtrail am Abendhimmel. Womöglich ist es das Buch des Jahrzehnts.« Sascha Lehnartz, Welt am Sonntag Michael Butter, geboren 1977, lehrt Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er leitet ein europäisches Forschungsprojekt zu Verschwörungstheorien und ist in den Medien regelmäßig als Experte zum Thema präsent.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung Landeszentrale für politische Bildung Thüringens und Stadt- und Kreisbibliothek Greiz.

Eintritt frei

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