Oberes Schloss

Ältestes Wahrzeichen der Stadt

Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge.

Vom Süden her erscheint das Obere Schloss als einfaches „Hohes Haus“. Vor allem die wirkungsvollen Renaissancegiebel des Ostflügels lassen den schlossartigen Charakter der Anlage erahnen, während vom Norden und Westen  das Obere Schloss bis heute wie eine mittelalterliche Burg wirkt. 

Bereits in die Jahre 1209 und 1225 fällt die erste urkundliche Erwähnung einer Greizer Burganlage auf dem 50 Meter hohen Bergkegel aus Tonschieferfels.

Als ehemalige Burganlage der Vögte von Weida und Plauen zeigt das Obere Schloss heute noch an einigen wenigen Stellen Reste der alten Burgbefestigung. 

Seit dem beginnenden 13. Jahrhundert war die Burg Residenz der Vögte von Weida und Plauen und später der reußischen Herren. Nach einem Blitzschlag am 3. Juni 1540 brannte sie fast vollständig nieder und wurde anschließend sofort wieder neu errichtet.

1620 erhielt der Bergfried auf dem isolierten Felskegel seine jetzige Gestalt. Von 1697 – 1714 erfolgte die Umgestaltung der Burg zur gräflichen Residenz. Durch zahlreiche Neu- und Anbauten im spätbarocken Stil entstand in den Jahren 1733 bis 1753 der untere Schlosshof in seiner heutigen Gestalt. 

Nach dem Umzug der reußischen Fürsten 1809 in das nach dem Stadtbrand von 1802 wieder aufgebaute Untere Schloss, wurde das Obere Schloss Sitz der Regierungsbehörden des Fürstentums Reuß älterer Linie. Dieses Fürstentum war übrigens die flächenmäßig kleinste deutsche Monarchie des 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreiches. Im Zuge der Novemberrevolution 1918 dankten Fürst und Landesregierung ab und das Obere Schloss wurde per Auseinandersetzungsvertrag in den Besitz  des Volksstaates Reuß überführt.

Schon im 19. Jahrhundert beherbergte das Obere Schloss viele Wohnungen. Bereits im Jahr 1884 erhielten die Einwohner den Status einer eigenen „Schlossgemeinde“ mit eigenem Bürgermeister und Selbstverwaltung. Erst 1919 wurde diese „Schlossgemeinde“ wieder in die Stadt Greiz eingegliedert. Noch heute dient ein Teil der Gebäude zu Wohnzwecken.

 

 



Tipp:

Termine zu den öffentlichen Führungen finden Sie in unserem Flyer "Greiz entdecken - Führungen und mehr", sowie im Veranstaltungskalender.

www.greiz.de/aktuelles/neuigkeit/article/267.html

Heute befinden sich im Schloss Museumsräume, welche mit der Dauerausstellung "Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie" informieren.

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