Elly-Viola Nahmmacher

Geboren: 27. Mai 1913 in Gera

Gestorben: 5. Mai 2000 in Kromsdorf b. Weimar

Bereits seit frühester Jugend interessierte sich Elly-Viola Nahmmacher für Geschichte und Kunst. Sie besuchte die Mädchenschule, später die "Höhere Webschule" Greiz. Neben ihrer Natur- und Tierliebe hatte sie die Leidenschaft zu basteln und werkeln. Im Jahre 1930 schloss sie die Schulausbildung ab und erlernte in der Greizer Filiale der Kanitzschen Buch- und Kunsthandlung Gera den Beruf einer Buch- und Kunsthändlerin. Elly-Viola Nahmmacher war 1934 als Zeichnerin und Sekretärin bei den Ausgrabungen der Reichs-Limes-Kommission in Freiburg im Breisgau tätig. Hier erhielt sie ihre erste Bildhauerausbildung bei Eva Eisenlohr. Die erste Arbeit der jungen Künstlerin war die überlebensgroße Plastik "Mutter mit Kind", die sie 1937 in Stein meißelte. Am 1.04.1939 wurde sie von der Reichskulturkammer als Bildhauerin anerkannt. 1974 gründete sie mit den Malern Frankenthal und Breyer sowie dem Zeichner Bernhard Feistel die "Greizer Künstlervereinigung". Große Beachtung fand 1954 auf dem Leipziger Kirchentag ihr 4,80 m hoher "Christus" für die wiedererbaute Kreuzkirche in Chemnitz. Im Jahre 1965 lernte sie den Dichter und Schriftsteller Reiner Kunze kennen, den sie mit der Herausgabe seiner "Bildhaueretüden" fördern wollte. Reiner Kunze ermöglichte ihr eine Ausstellung in der Tschechoslowakei. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgten. Elly-Viola Nahmmacher bevorzugte religiöse Motive und so stehen die meisten ihrer Werke in kirchlichen Einrichtungen. Für ihre Verdienste als anerkannte Bildhauerin ehrte ihre Heimatstadt Greiz Elly-Viola Nahmmacher 1993 zu ihrem 80. Geburtstag mit der "Bürgermedaille der Stadt Greiz" in Gold. 1994 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 2004 wurde ihr zu Ehren die Greizer "Querstraße" in "Nahmmacherstraße" umbenannt.

 

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