Stengel, Hansgeorg Max

 

Geboren: 30. Juli 1922 in Greiz

Gestorben: 30. Juli 2003 in Berlin

Hansgeorg Stengel wurde als Sohn des Greizer Lehrers Ernst Arthur Stengel und dessen Ehefrau Johanne Ernestine in der Brauhausgasse 5 geboren. Schon als Vierzehnjähriger veröffentliche er erste Gedichte in Lokalzeitungen. Nach dem Abitur wurde er zur Wehrmacht einberufen und geriet 1945 bei Verona in amerikanische Gefangenschaft. Anfang 1946 nach Greiz zurückgekehrt, schrieb er als einer der ersten Mitglieder des "Schutzverbandes Deutscher Autoren" satirische und humoristische Feuilletons und Gedichte für Berliner Zeitschriften. Als Mitglied des 1947 gegründeten Arbeitskreises junger thüringischer Autoren ging er bei dem Goethe-Experten Walther Victor in die Lehre. Bis 1959 war er "Redakteur für Sprache und Stil" des "Frischen Windes" und absolvierte ein Journalistik-Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit 1959 arbeitete er als freischaffender Journalist und Schriftsteller. Trotz seiner großen Popularität hatte er im DDR-Fernsehen keine Chance, da er darauf bestand, an seinen Manuskripten keine politisch motivierten Veränderungen vornehmen zu müssen. Bekannt war er für seinen scharfen Wortwitz, mit dem er gegen Sprachschludereien und Stilblüten ins Felde zog. Von ihm stammt der Ausspruch "Die Deutschen können nicht deutsch sprechen". Mit seiner "Greizer Sonate" und "Greiz und quer" machte Hansgeorg Stengel die Stadt Greiz weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt und "verewigte" somit viele Greizer Persönlichkeiten, Ereignisse und Begebenheiten für die Nachwelt. Seine Bücher für Kinder und Erwachsene sind Bestseller. Allein der Leipziger Kinderbuchverlag verlegte 15 Kinderbücher. Die Stadt Greiz ehrte Hansgeorg Stengel am 2. August 1997 anlässlich seines 75. Geburtstages mit der "Bürgermedaille der Stadt Greiz" in Silber.

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