Pfannenstiel & Schwedenstein
Pfannenstiel & Schwedenstein
Pfannenstiel – Ein Ort mit bergbaulicher Geschichte
Pfannenstiel, erstmals 1522 urkundlich erwähnt, entstand im Zusammenhang mit dem Brauneisenerzabbau zwischen 1760 und 1770. Zwei Kleinsiedlerhöfe am Weg zum Göltzschhammer trugen den Namen Pfannenstiel.
Der Name ist deutschlandweit bekannt und hat möglicherweise zwei Ursprünge: Einerseits in Bayern, wo Andreas Pfannenstiel im 16. Jahrhundert für den Bergbau verantwortlich war, andererseits in Sachsen, wo „Pfannenstiel“ wörtlich „Topfberg“ bedeutet – ein Hinweis auf Töpferhandwerk oder Warenhandel. Beide Deutungen zeigen die enge Verbindung des Namens zu Handwerk, Bergbau und Regionalgeschichte.
Die Sage vom Schwedenstein
Der markante Quarzblock, bekannt als Schwedenstein, ist mit einer Legende aus dem Dreißigjährigen Krieg verbunden: Ein schwedischer Oberst soll hier tödlich getroffen worden sein. Seitdem gilt der Ort als unheimlich. Man erzählt von der „Winsel-Mutter“, einer geisterhaften Gestalt mit Ziegenkopf, die nachts Wanderer erschreckt. Namen wie Schwedenschanze oder Schwedeneisen in Deutschland erinnern allgemein an das Leid des Krieges, unabhängig von tatsächlicher Beteiligung schwedischer Truppen.